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„Weserhund“ – eine tierische Herzensangelegenheit

Claudia Konerding: Hundefotografin mit ganz viel Leidenschaft

Der „Weserhund“ ist in Berlin geboren. Nein eigentlich in der Nähe von Leipzig, denn dort hatte die Fotografin Claudia Konerding ihren Hund Frieda, den jetzigen „Weserhund“, aus dem Tierheim geholt.Natürlich treffen wir uns in ihrem wunderschönen Atelier in der Contrescarpe 8, in einem denkmalgeschützten, klassizistischen Wohnhaus, gebaut von dem Baumeister und Unternehmer Lüder Rutenberg. Schon der Eingang mit der gerundeten Eingangstür und das Treppenhaus inklusive Holzputte sind wirklich bemerkenswert. Wieder einmal ein echtes Kleinod in unserer schönen Stadt. Das Atelier ist Teil einer Bürogemeinschaft „Team C8“. Neben dem Fotoatelier ist dort der Werber Oliver Strauß mit „admaniacs“ und die Webdesignerin Carola Ising mit „Isiway“ beheimatet. Man teilt sich nicht nur die Büros, sondern tauscht sich auch mal aus und hilft sich hier und da. Das Atelier ist schlicht und wirkt durch seinen üppigen Stuck, den kleinen Balkon und die feinen Requisiten, wie zum Beispiel die verschiedenen Sofas. Es ist hell und geräumig, hier kann sich Hund und Frauchen oder Herrchen wirklich wohl fühlen.Die Idee ein Atelier für Hundefotografie zu gründen, hatte Claudia Konerding schon lange, schon damals in Berlin. Da war das Paar Konerding allerdings gedanklich schon wieder in den Norden unterwegs, denn dahin wollten sie nach fast 20 Jahren wieder zurück, am liebsten zurück an den Weserstrand. Sie ist im Norden geboren, hat länger in Bremen gelebt und gearbeitet und dann verschlug es sie durch die Liebe nach Hannover. Zur Fotografie kam sie durch eine klassische Fotografenlehre, damals noch alles analog, mit Labor und allem was dazu gehörte.Dass sie etwas „Kreatives“ arbeiten wollte, war ihr schon als Kind klar und die Kombination aus Technik und Kreation in der Fotografie war genau das, was sie wollte. Schnell hatte sie sich dann als Fotografin selbstständig gemacht und mit ihrem Partner in Hannover ein Atelier an den Herrenhäuser Gärten gehabt. Claudia Konerding fotografierte viel Veranstaltungen und Portraits. Über Leipzig, wo sie den  jetzigen Weserhund Frieda fand, ging es nach Berlin, in das „Haifischbecken“ der Kreativen.„Das war nicht immer einfach, so viele Fotografen auf einen Haufen und außerdem eine echte Dumpingkultur“, erzählt Frau Konerding. Sie wollte weiterkommen also machte sie eine Ausbildung zur Bildredakteurin an der renommierten Ostkreuzschule für Fotografie. „Ich wollte mich selbst weiterbilden, neues lernen und neue Perspektiven eröffnen“, erklärt sie. Danach hospitierte sie bei der DPA und arbeitete ein Jahr lang im deutschen Bundestag als Fotoredakteurin in der Presse und Öffentlichkeitsabteilung. „Das war zwar sehr interessant, was den Arbeitsort anging, aber auch eintönig und vor allem bin ich kein Mensch, der acht Stunden an einem Computer sitzen kann“, erläutert die Fotografin aus Leidenschaft. Zuletzt hatte sie in Berlin beim rbb als freie Bildredakteurin gearbeitet.Claudia Konerding ist von klein auf mit Hunden aufgewachsen. „Es gab bei uns immer zwei Schäferhunde, den meines Vaters und meine Hündin und dann immer mehrere kleine Hunde, Hunde haben mich durch meine Kindheit begleitet“, erzählt sie.  Natur und Tiere haben es ihr sehr angetan und so hat sie neben Frieda, dem Labradormischling, noch eine Eselpatenschaft und fotografiert ehrenamtlich den Hundekalender der Tiertafel in Berlin und demnächst auch in Bremen. Claudia Konerding ist ein engagierter Mensch und Nöte und Sorgen, egal ob bei Mensch oder Tier, lassen sie nicht in Ruhe. Deshalb engagiert sie sich auch für Flüchtlinge in Griechenland, genauer für ein Flüchtlingslager auf der Insel Kálymnos. Als sie am Anfang der Flüchtlingsströme vor ein paar Jahren auf der Insel Urlaub machte, hat sie den Alltag und das Schicksal der Flüchtlinge dokumentiert und begann Spenden zu sammeln und vor Ort zu verteilen. Die Fotos erzählen ganze Geschichten. „Ja, Reportage Fotografie und Fotoredaktion interessieren mich sehr und natürlich arbeite ich auch gerne in dieser Form, wie natürlich auch in der klassischen Portrait- und Veranstaltungsfotografie. Aber mein Herz hängt am Weserhund“, erklärt Claudia Konerding. Und das gelingt ihr wirklich gut. „Ich bin da ganz offen und schaue mir an, was für das Tier und den Menschen gut ist, vielleicht passt ein Fototermin auf dem Spaziergang besser als im Atelier oder auch mal ein Besuch zu Hause, das kommt ganz drauf an. Ich denke, ich kann ein bisschen Hundesprache, so dass ich mich ganz gut einfühlen kann, was passend wäre im Shooting“, erklärt die Fotografin ihr Vorgehen. Auch bei Hunden, die ängstlich sind oder sehr lebhaft hat die Claudia Konerding so ihre Tricks und Kniffe, um den Vierbeiner bestens in Szene zu setzen. Bei ängstlichen Hunden lässt sie sich viel Zeit und hat immer genug gute Leckereien dabei, um es dem Tier einfacher zu machen. Außerdem darf der Hund sich erst einmal ganz entspannt alles anschauen und erschnüffeln. Besonders lebhafte Hunde kann man gut draußen fotografieren, dann auch gerne in „Action“, wie sie sagt. „Ich fotografiere die Hunde am liebsten bei dem, was sie am liebsten tun. Der eine liegt gerne und gemütlich auf einem schönen Kissen, der nächste wirkt am besten, wenn er gerade aus seinem geliebten Wasser kommt“, sagt Claudia Konerding. Ihre Intention: „Ich möchte die Seele des Hundes abbilden und nicht nur einfach ein Foto machen. Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, erklärt sie.Es ist einfach ein wunderbarer Ort und nach Kaffee auf dem Balkon schnacken wir noch über dies und das. Bremen hat es ihr angetan, sie ist förmlich verliebt in diese Stadt, die Weser, das Grün, das Nachtleben und Restaurants und vor allem in die Bremerin und den Bremer an sich, offene Menschen mit dem Hang zum Fahrrad. „Ich fühle mich hier „Pudel-wohl“ und bin endlich dort angekommen, wo ich hingehöre“, erklärt sie. Leider kam die Eröffnung des Ateliers genau zum Anfang des Lockdowns. Nun hofft die Wahlbremerin in ihrem Atelier auf spannende Fotosessions mit Mensch und Tier. Dafür hat sie sich ein ganz bestimmtes Endjahresangebot ausgedacht.  Sowieso soll sich jeder den „Weserhund“ leisten können, also gibt es das Angebot „Weserhund ist für alle da“. Weitere Details zu Preisen und Angeboten erklärt die Fotografin gern und es gibt immer Lösungen und Möglichkeiten.Natürlich habe auch ich schon ein Fotohunde-Spaziergang mit meinen beiden Hunden bei Claudia Konerding gemacht und es sind wunderbare Fotos geworden: Sie sprechen aus der Seele.www.weserhund.com

Bildunterschriften:
1. Die Fotografin Claudia Konerding mit ihrem „Weserhund“ vor dem imposanten Eingang des klassizistischen Wohnhauses, in dem sich das Atelier befindet
2. Im „Weserhund“-Lastenfahrrad lässt sich die mittlerweile „ältere Dame“ Frieda gerne durch die Gegend kutschieren
3. Im Freien ergeben sich großartige Motive und Bilder. In natürlicher Umgebung haben die stolze Dogge, der hübsche Mischling und der glücklich-nasse Wasserhund eine ganz beson-dere Ausstrahlung
4. Irgendwie steht ihm das Elchsgeweih...! Als „Weihnachtshund“ fühlt dieser Hund sich ganz wohl.
5. Claudia Konerding in Aktion beim Shooting mit Atelierhund Frieda in dem neuen Requisite- Sessel.
6. Irgendeine Requisite passt immer. Manchmal sucht sich der Hund selbst etwas aus, manchmal passt einfach eine Idee der Fotografin oder die Besitzer bringen Accessoires mit

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